Ratgeber Rheuma

Informationen für Betroffene und Interessierte

Wissenswertes

Autoimmunprozesse

Reagiert das Immunsystem des Körpers, das im Normalfall fremdartige Stoffe zum Schutze des Körpers abwehren soll, gegen körpereigene Zellen bzw. Gewebe, spricht man von einer Autoimmunerkrankung. Infolge dieser Autoimmunerkrankung kann es zu Entzündungen und Schädigungen der Organe kommen, die das Immunsystem fälschlicherweise als Fremdkörper ansieht.

Gicht

Bei der sog. Gicht handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit, deren typische Symptome u. a. Rötungen und Schwellungen am Gelenk sowie starke Gelenkschmerzen sind. Wird die Gicht nicht behandelt, kann es zu Schädigungen des Knorpels und den Knochen kommen.

Psoriatische Arthritis

Ihren Namen hat die sog. Psoriasis-Arthritis, bei der es sich um eine entzündliche Gelenkerkrankung handelt, von ihrer Ursachenerkrankung, der Psoriasis (Schuppenflechte). Durch diese chronische Hauterkrankung, die Folge eines Autoimmunprozesses ist, können Gelenke und Gelenkhäute in Mitleidenschaft gezogen werden und eine Psoriatische Arthritis kann entstehen.

Rheumafaktor

Der sog. Rheumafaktor ist Teil eines Autoimmunprozesses und bezeichnet Antikörper, die sich gegen körpereigene Zellen richten. Er wird anhand von Blutuntersuchungen bestimmt. Bei diesen Untersuchungen werden u. a. sog. Autoantikörper im Blutserum bestimmt. Wird der Rheumafaktor im Blut festgestellt, trägt der Untersuchte zwar ein höheres Risiko an Rheuma zu erkranken, die Existenz des Rheumafaktors gilt aber nicht als Beweis für die Krankheit.

Rheumaknoten

Im Krankheitsverlauf von Arthritis kann es – besonders bei schweren Erkrankungen – zu sog. Rheumaknoten kommen. Diese Schwellungen sind meist fest und liegen unter der Haut. Sie sind oft unempfindlich gegen Berührungen und entstehen häufig an Stellen, an denen eine höhere Druckbelastung besteht, z. B. an Ellenbogen oder im Handbereich.

sz

Rheuma-News von Curado.de

  • Frauen mit Rheumatoider Arthritis drohen auch schon unter 50 Jahren vermehrt Knochenbrüche
    Frauen, die unter Rheumatoider Arthritis (RA) leiden, haben bereits in einem Alter unter fünfzig Jahren ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Darauf weisen die Rheumatologen des Bundesverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling hin. Bisher ist man davon ausgegangen, dass eher ältere RA-Patienten über fünfzig besonders gefährdet sind und damit rechnen müssen, sich bei Stürzen oder auch bei schon beim Husten die Knochen zu brechen.
  • Raucher haben ein stark erhöhtes Arthritis-Risiko
    Ein erstes Warnzeichen für Rheumatoide Arthritis (RA) können über Wochen schmerzende Finger und Hände sein. Die Erkrankung muss behandelt werden. Ohne Behandlung führt sie zu einer fortschreitenden und dauerhaften Zerstörung der Gelenke. RA ist nicht heilbar, aber kann durch Medikamente verlangsamt oder gestoppt werden.
  • Schmerzmittel nur nach Rücksprache dauerhaft einnehmen
    Patienten, die an einer rheumatoiden Arthritis (RA) leiden, sollten rezeptfreie Schmerzmittel nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen. "Der Stellenwert von Schmerzmitteln ist bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis eher gering.