Ratgeber Rheuma
Informationen für Betroffene und Interessierte
Wissenswertes
Autoimmunprozesse
Reagiert das Immunsystem des Körpers, das im Normalfall fremdartige Stoffe zum Schutze des Körpers abwehren soll, gegen körpereigene Zellen bzw. Gewebe, spricht man von einer Autoimmunerkrankung. Infolge dieser Autoimmunerkrankung kann es zu Entzündungen und Schädigungen der Organe kommen, die das Immunsystem fälschlicherweise als Fremdkörper ansieht.
Gicht
Bei der sog. Gicht handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit, deren typische Symptome u. a. Rötungen und Schwellungen am Gelenk sowie starke Gelenkschmerzen sind. Wird die Gicht nicht behandelt, kann es zu Schädigungen des Knorpels und den Knochen kommen.
Psoriatische Arthritis
Ihren Namen hat die sog. Psoriasis-Arthritis, bei der es sich um eine entzündliche Gelenkerkrankung handelt, von ihrer Ursachenerkrankung, der Psoriasis (Schuppenflechte). Durch diese chronische Hauterkrankung, die Folge eines Autoimmunprozesses ist, können Gelenke und Gelenkhäute in Mitleidenschaft gezogen werden und eine Psoriatische Arthritis kann entstehen.
Rheumafaktor
Der sog. Rheumafaktor ist Teil eines Autoimmunprozesses und bezeichnet Antikörper, die sich gegen körpereigene Zellen richten. Er wird anhand von Blutuntersuchungen bestimmt. Bei diesen Untersuchungen werden u. a. sog. Autoantikörper im Blutserum bestimmt. Wird der Rheumafaktor im Blut festgestellt, trägt der Untersuchte zwar ein höheres Risiko an Rheuma zu erkranken, die Existenz des Rheumafaktors gilt aber nicht als Beweis für die Krankheit.
Rheumaknoten
Im Krankheitsverlauf von Arthritis kann es – besonders bei schweren Erkrankungen – zu sog. Rheumaknoten kommen. Diese Schwellungen sind meist fest und liegen unter der Haut. Sie sind oft unempfindlich gegen Berührungen und entstehen häufig an Stellen, an denen eine höhere Druckbelastung besteht, z. B. an Ellenbogen oder im Handbereich.
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