Ratgeber Rheuma
Informationen für Betroffene und Interessierte
Ursachen und Entstehung
Die Entstehung von Arthritis kann mitunter längere Zeit unentdeckt bleiben und kann sich entweder mit dauerhaften oder mit schubförmigen Beschwerden äußern.
Die Ursachen sind bisher noch nicht vollständig erforscht. Angenommen wird aber u. a. der Zusammenhang mit genetischen Faktoren, da das Risiko einer Erkrankung bei Menschen mit Rheumatikern in der Verwandtschaft erhöht ist. Infektionen oder allergisch bedingte Erkrankungen werden als zusätzliche mögliche Auslöser für Arthritis vermutet. So können z. B. die Borrelia-Bakterien, die durch Zeckenbisse übertragen werden können, u. U. Arthritis auslösen.
Bei Arthritis, einer sog. Autoimmunerkrankung, besteht eine Fehlleitung des körpereigenen Immunsystems, das für die Abwehr von fremdartigen, sich gegen den Körper richtenden Stoffen zuständig ist. Im Falle einer Autoimmunerkrankung sind diese Abläufe gestört und es werden sog. Antikörper gegen gesundes, körpereigenes Gewebe gebildet, welche Entzündungen verursachen. Sog. Zytokine (Gewebshormone) tragen zur Verstärkung der Entzündungen im Gewebe bei und haben u. a. Wucherungen der Gelenkkapseln zur Folge.
Der Krankheitsverlauf beginnt häufig an der Gelenkinnenhaut. Von dort aus kann die Entzündung auch in den Knochen und/oder das Knorpelgewebe gelangen. Ist der Knorpel, der sich zwischen zwei Knochenteilen befindet, zerstört, kann es zu Versteifungen der Gelenke kommen, was von starken Schmerzen begleitet wird.
Bei der sog. psoriatischen Arthritis liegt die Erkrankung Schuppenflechte zugrunde. Diese chronische Hauterkrankung kann sich auch auf Gelenke und Gelenkhäute auswirken.
sz