Ratgeber Rheuma

Informationen für Betroffene und Interessierte

Ursachen und Entstehung

Die Entstehung von Arthritis kann mitunter längere Zeit unentdeckt bleiben und kann sich entweder mit dauerhaften oder mit schubförmigen Beschwerden äußern.

Die Ursachen sind bisher noch nicht vollständig erforscht. Angenommen wird aber u. a. der Zusammenhang mit genetischen Faktoren, da das Risiko einer Erkrankung bei Menschen mit Rheumatikern in der Verwandtschaft erhöht ist. Infektionen oder allergisch bedingte Erkrankungen werden als zusätzliche mögliche Auslöser für Arthritis vermutet. So können z. B. die Borrelia-Bakterien, die durch Zeckenbisse übertragen werden können, u. U. Arthritis auslösen.

Bei Arthritis, einer sog. Autoimmunerkrankung, besteht eine Fehlleitung des körpereigenen Immunsystems, das für die Abwehr von fremdartigen, sich gegen den Körper richtenden Stoffen zuständig ist. Im Falle einer Autoimmunerkrankung sind diese Abläufe gestört und es werden sog. Antikörper gegen gesundes, körpereigenes Gewebe gebildet, welche Entzündungen verursachen. Sog. Zytokine (Gewebshormone) tragen zur Verstärkung der Entzündungen im Gewebe bei und haben u. a. Wucherungen der Gelenkkapseln zur Folge.

Der Krankheitsverlauf beginnt häufig an der Gelenkinnenhaut. Von dort aus kann die Entzündung auch in den Knochen und/oder das Knorpelgewebe gelangen. Ist der Knorpel, der sich zwischen zwei Knochenteilen befindet, zerstört, kann es zu Versteifungen der Gelenke kommen, was von starken Schmerzen begleitet wird.

Bei der sog. psoriatischen Arthritis liegt die Erkrankung Schuppenflechte zugrunde. Diese chronische Hauterkrankung kann sich auch auf Gelenke und Gelenkhäute auswirken.

sz

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Rheuma-News von Curado.de

  • Frauen mit Rheumatoider Arthritis drohen auch schon unter 50 Jahren vermehrt Knochenbrüche
    Frauen, die unter Rheumatoider Arthritis (RA) leiden, haben bereits in einem Alter unter fünfzig Jahren ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Darauf weisen die Rheumatologen des Bundesverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling hin. Bisher ist man davon ausgegangen, dass eher ältere RA-Patienten über fünfzig besonders gefährdet sind und damit rechnen müssen, sich bei Stürzen oder auch bei schon beim Husten die Knochen zu brechen.
  • Raucher haben ein stark erhöhtes Arthritis-Risiko
    Ein erstes Warnzeichen für Rheumatoide Arthritis (RA) können über Wochen schmerzende Finger und Hände sein. Die Erkrankung muss behandelt werden. Ohne Behandlung führt sie zu einer fortschreitenden und dauerhaften Zerstörung der Gelenke. RA ist nicht heilbar, aber kann durch Medikamente verlangsamt oder gestoppt werden.
  • Schmerzmittel nur nach Rücksprache dauerhaft einnehmen
    Patienten, die an einer rheumatoiden Arthritis (RA) leiden, sollten rezeptfreie Schmerzmittel nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen. "Der Stellenwert von Schmerzmitteln ist bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis eher gering.